Zementestriche sind:


Der bekannteste Estrich ist der als CT bezeichnete Zementestrich. Es handelt sich dabei um einen Beton, dessen Korngröße und Mischung auf seine spezielle Verwendung optimiert wurde. Die Mischung bei einer Korngröße von bis zu 8 Millimetern beträgt bei einem Mischungsverhältnis Sand zu Zement von etwa 3:1. Für Industrieanwendungen kann der Sand größer bzw grobkörniger ausgesiebt sein und die Oberflächenfestigkeit durch die Beimischung spezieller chemischer Zusätze, wie zum Beispiel Korodur erhöht werden. Auch die Festigkeitsklassen eines Zementestrichs lehnen sich an jene des Betons an.

Vorteil des CT ist die Beständigkeit gegenüber Wasser nach der Aushärtung. Nachteilig ist sein Verhalten auf Dämmung oder Trennlage. Durch "Schrumpfungsvorgänge", das sich beim Erhärtungsvorgang des Estrichs in Kriechen und Schwinden infolge der ungleichmäßigen Hydratation ausdrückt, ist die Feldgröße in der Regel auf 36 m zu begrenzen, da sich in der Konstruktion sonst unkontrolliert Risse bilden.
CT ist feuchtebeständig, kann aber wie jedes zementäre System im nassen Zustand an Festigkeit verlieren.

Zementestrich erfordert beim Einbringen und während der Erstarrung eine Mindesttemperatur von 5 C während der ganzen Trocknungszeit, somit auch nachts. Während der Erstarrungsphase darf diese Temperatur nicht unterschritten werden, da sonst mit starken Festigkeitsverlusten zu rechnen ist. Der Estrich ist vor Zugluft und Wassereintrag zu schützen.

Die Vorteile im Überblick:
  • universell einsetzbar
  • feuchtigkeitsbetändig
  • für Nassräume geeignet
  • mit / im Gefälle verlegbar

Zementestrich ist die am meisten verwendete Estrich-Art. Fast jeder zweite verbaute Estrich ist ein Zementestrich. Dies liegt an seinen universellen Einsatzmöglichkeiten und seinen ausgezeichneten Eigenschaften.
Zementestrich ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit und kann daher im Innen- und Außenbereich verlegt werden.